Bibelkalender 2026
Mit dem Erlös aus diesem Kalender sammeln wir 10.000€ für die Befreiung von sexuell ausgebeuteten Kindern – in offizieller Kooperation mit IJM Deutschland e.V.
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▶️ Hier findest du ein längeres Video von IJM dazu
⚠️ Achtung: Beide Videos berühren emotional aufwühlende und sensible Themen.
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Januar
Geh und schlaf erst mal deinen Rausch aus! 1. Samuel 1,14 (NGÜ)
Das 1. Buch Samuel zeigt Israels Weg vom gescheiterten König Saul zum glaubensvollen König David (spielt um 1000 v. Chr., verfasst um 7.–6. Jh. v. Chr.). Am Anfang steht Hanna, die im Tempel weinend betet, weil sie kein Kind bekommen kann. Der Priester Eli hält sie für betrunken, doch sie erklärt sich. Gott erhört ihr Gebet und sie bekommt Samuel, der als Prophet später Saul und David salbt und damit Israels Königsgeschichte einleitet. Es zeigt, wie menschlich die Bibel oft ist – geprägt von Missverständnissen, Zweifeln und dem Ringen mit Gott.
Februar
Deine Nase ist wie der Turm auf dem Libanon Hohelied 7,5 (LU17)
Das Buch Hoheslied sammelt sinnliche Liebeslieder zwischen Mann und Frau – später auch als Bild für Gottes Liebe gedeutet (entstanden 6.–3. Jh. v. Chr.). Hier schwärmt der Mann von seiner Geliebten – mit Bildern, die heute ungewohnt wirken. Der Turm kann als Symbol für Würde und Stärke verstanden werden. Die poetische Sprache lässt erkennen: Sinnliche Liebe ist kein Tabu, sondern etwas Natürliches, Schönes, Gottgewolltes und Ausdruck tiefster Verbundenheit.
März
Bringt Wein her! Wir sollen uns besaufen! Amos 4,1 (BB)
Das Buch Amos erzählt von einem Hirtenpropheten aus Juda, der die Reichen im Nordreich Israel wegen Ungerechtigkeit anklagt (8. Jh. v. Chr.). In der Szene verspottet Amos wohlhabende Frauen, die mit ihren Männern ausgiebig feiern und trinken, während Arme unterdrückt werden. Kurz darauf wird Israel von den Assyrern erobert und zerbricht – ein mögliches Bild dafür, wie Ungerechtigkeit am Ende vergeht. Später kann man sehen, wie Jesus immer wieder Gerechtigkeit und Mitgefühl über Reichtum stellt.
April
Denn wenn man Milch schlägt, gibt es Butter; schlägt man die Nase, kommt Blut heraus Sprüche 30,33 (HFA)
Das Buch der Sprüche bündelt alte Lebensweisheiten über ehrliches, geduldiges und kluges Handeln (gesammelt um 10.–7. Jh. v. Chr.). Der Vers nutzt Alltagsbilder aus der Antike: So sicher wie aus geschlagener Milch Butter und aus einem Schlag auf die Nase Blut entsteht, so sicher führt Zorn zu Streit. Man kann darin eine Warnung sehen: Wer provoziert, setzt eine Kette in Gang, die kaum zu stoppen ist. Der Text ermutigt zu einem Leben in Frieden und Selbstbeherrschung.
Mai
Räuber rauben, und räuberisch raubend rauben sie Jesaja 24,16 (ELB)
Das Buch Jesaja erzählt von einem Propheten in Jerusalem (wirkte um 700 v. Chr., verfasst bis etwa 500 v. Chr.). In diesem Abschnitt kündigt Gott das kommende Gericht über die ganze Welt an. Die Menschen haben Gott vergessen, sie beuten andere aus, betrügen und nehmen sich, was ihnen nicht gehört. Die Wiederholung der Worte wirkt wie ein Symbol für eine festgefahrene und sich steigernde Bosheit. Jesaja macht deutlich: Gott sieht dieses Unrecht – und er wird es nicht unbegrenzt laufen lassen, sondern es durch sein Gericht beenden. Christen glauben daran und zugleich daran, dass Gott später durch Jesus einen Weg aus dieser zerstörten Welt eröffnet.
Juni
Und als er sah, dass niemand in der Nähe war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand 2. Mose 2,12 (NEÜ)
Das 2. Buch Mose (auch „Exodus”) schildert, wie Mose das versklavte Volk Israel aus Ägypten führt (spielt um 13 Jh. v. Chr., verfasst 9.–5. Jh. v. Chr.). Mose wächst im Machtzentrum der ägyptischen Unterdrücker auf. Er sieht, wie ein Aufseher einen israelitischen Zwangsarbeiter brutal misshandelt. Aus Wut und Solidarität tötet Mose ihn und flieht. Später wird aus dem Flüchtling der Anführer, der sein Volk befreit. Die Szene zeigt die harte Logik von Gewalt und Vergeltung jener Zeit. Für viele ist es umso bedeutsamer, als Jesus später sagt: Liebt eure Feinde und vergebt einander!
Juli
Ein Dummkopf wird durch seine eigene Dummheit bestraft Sprüche 16,22 (HFA)
Das Buch der Sprüche bündelt alte Lebensweisheiten über ehrliches, geduldiges und kluges Handeln (gesammelt um 10.–7. Jh. v. Chr.). Hier wird klar gesagt: Wer stur und unbelehrbar bleibt, schadet sich selbst am meisten. Die Weisheit ist wie eine Quelle, die Leben schenkt – wer sie ablehnt, trinkt stattdessen aus seinem eigenen Gift. Diese Sprüche sollten Israel helfen, kluge Entscheidungen zu treffen, damit das Volk vor Gott und den Nachbarn bestehen kann. Bis heute sind sie für viele Christen praktische Ermutigungen für ein gutes Leben.
August
Sich selbst mit Honig vollzustopfen, ist nicht gut Sprüche 25,27 (DBU)
Das Buch der Sprüche bündelt alte Lebensweisheiten über ehrliches, geduldiges und kluges Handeln (gesammelt um 10.–7. Jh. v. Chr.). Ein weiser Lehrer warnt: Sich mit Honig vollzustopfen ist nicht gut – zu viel Süßes macht krank. Darin kann man sehen: Selbst die beste Sache (wie Erfolg, Freude oder Macht) wird schädlich, wenn man sie maßlos übertreibt. Stattdesen sieht man hier Maß und Selbstbeherrschung als Schlüssel zu einem guten Leben.
September
Lieber in einer einsamen und trostlosen Wüste lebenals mit einer launischen Frau, die ständig nörgelt! Sprüche 21,19 (HFA)
Das Buch der Sprüche bündelt alte Lebensweisheiten über ehrliches, geduldiges und kluges Handeln (gesammelt um 10.–7. Jh. v. Chr.). Dabei wird oft mit Zuspitzungen und Übertreibungen gearbeitet, um etwas einzuprägen: Der Satz ist aus Sicht eines jungen Mannes geschrieben und soll vor zerstörerischem Verhalten warnen. Für viele Christen kann das sinngemäß auf alle Menschen übertragen werden: Wer ständig kritisiert, kontrolliert, stichelt oder Streit sucht, schafft eine unerträgliche Beziehung. Dem gegenüber lädt die Bibel immer wieder zu Frieden, Geduld und Barmherzigkeit ein.
Oktober
Tragt keine Kleidung aus Mischgewebe! 3. Mose 19,19 (HFA)
Das 3. Buch Mose (auch „Levitikus”) sammelt Regeln für Reinheit und Zusammenleben im alten Israel (spielt um 13. Jh. v. Chr., verfasst 9.–5. Jh. v. Chr.). Der Satz steht in einer Gesetzesliste, die Israel von Nachbarvölkern abgrenzen soll. Kleidung wird zum Zeichen von Reinheit und Ordnung. Dieser Satz lässt sehen, wie viele Texte für eine bestimmte Zeit und Situation geschrieben wurden – und wie man ihren Sinn verdrehen würde, wenn man darin stets wörtliche Anweisungen für alle Christen bis heute sieht. Später betont Jesus: Noch wichtiger als äußere Regeln ist die innere Herzenshaltung.
November
Was du sagst, ist gottlos und dumm! Hiob 2,10 (HFA)
Das Buch Hiob erzählt von einem reichen Mann, der alles verliert und sich fragt, warum Gott Leid zulässt (verfasst 7.–4. Jh. v. Chr.). Hiob hat seine Kinder und seinen Besitz verloren, er ist schwer krank. Als seine Frau ihn auffordert, Gott zu verfluchen, weist er sie scharf zurück und nennt ihre Worte „gottlos und dumm“. Er hält daran fest: Wenn man Gutes von Gott annimmt, darf man auch Schweres nicht ausschließen. Später wird Hiob geheilt und reich gesegnet. Bis heute gilt er für viele als Vorbild für starken Glauben in schweren Phasen.
Dezember
Gut, du kannst Rindermist statt Menschenkot nehmenund darauf dein Brot backen Hesekiel 4,15 (BB)
Das Buch Hesekiel (auch „Ezechiel”) schildert Visionen eines israelischen Priesters in babylonischer Gefangenschaft, der Gottes Gegenwart und einen Neuanfang für Israel verkündet (um 580 v. Chr.). Gott macht deutlich, wie tief sein Volk gesunken ist, weil es ihn missachtet hat. Als Zeichen dafür soll Hesekiel sein Brot auf „unreinem“ Brennstoff backen – zunächst auf Menschenkot, nach Hesekiels Einwand dann auf Rindermist. In einer von Reinheitsgeboten geprägten Kultur wird so drastisch sichtbar, wie sehr Israels Untreue das ganze Leben verunreinigt – und wie Gott gerechte Konsequenzen zulässt, aber immer wieder Raum für Gnade und Neuanfang eröffnet.
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